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D 1: in Cottbus mit Moral baden gegangen

30.11.2017 von Ulf Ninnemann (Kommentare: 0)

FC Energie Cottbus – BSC Preußen = 12-0 (6-0)

 

Sa., 25.11.2017

 

Die Sportschultruppe von Energie zeigte schon beim Aufwärmen, wie Körperhaltung und Selbstbewusstsein aussieht. Während das Heimteam schon mittendrin war, wollten die Preußen lieber noch in der warmen und trockenen Kabine am Fuße des Hügels ausharren. Sehr gastfreundlich war der FC nicht: Kabine? „Da unten irgendwo, hier oben ist alles belegt!“. Unterstand während der Partie? „Nutzen wir, ihr könnt das Baugerüst da hinten nutzen.“ Das war sicherlich nicht böse gemeint, aber Gastfreundlichkeit sieht definitiv anders aus. Es ist halt dort eine andere Welt, eine ganz andere.

Neun Minuten konnte der BSC sich dem Druck von Cottbus erwehren, doch dann klingelte es das erste Mal im Kasten von Philip. Ein Flachschuss durch die Abwehr hindurch. Und jedes mal, wenn es schepperte, ging natürlich ein Fehler der Gäste voraus. Die Mitte wurde definitiv zu oft vergessen dicht zu machen, über außen wurde an sich gut verteidigt. In Hälfte eins vermisste man vor allem die körperliche Präsenz der Preußen. Stetig lief man hinterher, war zu langsam im Umschalten oder der Gegenspieler wurde nicht konsequent gedeckt. Trotz des Dauerregens hatte Energie alles im Griff. In der Pause wurde vor allem das zu liebe Zweikampfverhalten und alles andere sowieso bemängelt.

Und siehe da, die zweite Halbzeit wurde besser. Jetzt zeigte der BSC Moral, das Ergebnis war zweitrangig. Endlich wurden Zweikämpfe angenommen und sogar gewonnen! Es gab sogar kleine Fouls!!! Au weia. Endlich konnte man spüren, dass selbst nach dem zehnten Gegentreffer das Team ackerte, um weitere Einschläge zu verhindern. Allerdings war das Cottbus Schnuppe. Sie spielten ihre Strategie runter wie Öl und setzten nach der Pause sechs weitere Buden, weil sie eben die Schlagzahl erhöhten.

Fazit: gegen solch eine „Nationalmannschaft“ nicht unterzugehen, ist megaschwierig. Diese Spielqualität von Energie war schon toll zu sehen. Und doch hatten die Preußen einfach zu oft den Kopf nicht oben, zeigten zu viel Respekt, gingen vor allem in Hälfte eins zu wenig in die Zweikämpfe. Das muss nicht sein! Warum in Ehrfurcht erstarren? Wenn die Technik fehlt, muss es über den Kampf gehen. Bei zu vielen Stellungsfehlern nutzt allerdings auch der Kampf nix. Hier muss weiter dran gearbeitet werden. Und nun aber wieder: Kopf hoch, Jungs! Das Rückspiel wird anders!

UN

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