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D 1 reißt das Ruder doch noch rum

07.06.2018 von Ulf Ninnemann (Kommentare: 0)

SV Lausitz Forst – BSC Preußen = 3-4 (2-1)

 

Sa., 02.06.2018

 

An der ostdeutschen Grenze auf einer Blumenwiese kann man auch Fußball spielen, aber das, was man in diesem entscheidenden Abstiegskrimi zu sehen bekam, war nix für zart besaitete Seelen, das war Hardcore im Jugendbereich, eine nie dagewesene Fülle an versteckten und sichtbaren Tätlichkeiten und Fouls. Hinzu kam die Dramatik, dass die Preußen unbedingt gewinnen mussten, um den direkten Abstiegsplatz verlassen zu können.

Und dann der Schock nach 6 sek: Anstoß BSC; zurück zum letzten Mann, Annahmefehler, Forst schoss sofort und traf, 1-0. Was nun? Die Gäste mussten sich erstmal erholen, stießen in ihren Bemühungen nach vorn zu spielen jedoch auf Granit, denn der SV war megamotiviert und verteidigte mit allen Mitteln, auch mit unerlaubten. Da wurde ein Ellenbogen gegen den Hals gerammt, ohne Ball, abseits des Geschehens sozusagen. Hinzu kam das 2-0 in der 6. Min, als drei Preußen nacheinander einen Fehler begingen und Keeper Philip schlecht aussah. Nun endlich war der BSC wach und begann sich zu wehren. Jetzt wurde es eher Nahkampfsport, mit dem der Schiri so seine Probleme hatte. Großes Pech hatte Finn (jüngerer Preuße), der beim Konter den Ball an die Unterkante der Latte setzte, quasi ein Wembleytor erzielte, von dem die einen sagten: drin! Die anderen: nicht drin. Der Schiri gab es nicht. Die Preußen wurden immer wütender, setzten zusätzliche Kräfte frei und kurz vor der Pause rannte Jannick von ganz hinten bis ganz nach vorn, passte quer zu Erik rüber und der machte dann den Anschlusstreffer, 2-1! Pause. Durchatmen.

In Hälfte zwei zog Kai sofort los, verfehlte aber den Kasten knapp. Einen Freistoß von der Mittellinie in Min 40 ließ Jannick weit fliegen. Kai und ein SV-Abwehrspieler stiegen zum Kopfballduell hoch und das Leder landete im Netz. Tor! Aber hatte jemand berührt? Der Schiri meinte ja und gab den Treffer, oh welch Wunder, 2-2! Doch der nächste Schock kam bereits eine Min später: Annahmefehler des BSC-Keepers und Forst staubte ab zum 3-2. Das konnte jetzt einfach nicht wahr sein! Die letzten Reserven wurden mobilisiert, ständig lag ein Spieler weinend am Boden, der Schiri hatte alle Hände voll zu tun. Erst in der 56. min das letzte Fünkchen Hoffnung: Jannick setzte sich links durch und ließ dem guten SV-Keeper keine Chance, 3-3! Dann wurde auch er böse am Knöchel erwischt, musste runter und Kai ging auf die linke Seite. In der 60. min konnte er sich super durchsetzen und schob zum vielumjubelten 3-4 ein. Doch es war noch nicht Schluss. Die Nachspielzeit brachte noch viel Hektik, bis der Schiri endlich abpfiff: gewonnen!!!

Fazit: mit Fußball hatte diese Partie nicht wirklich zu tun. Beide Teams wurden zunehmend unfairer, doch niemand musste vom Platz gestellt werden, weil der Schiri nicht alles sah und einiges falsch bewertete. Die Hauptsache jedoch war, dass der BSC Preußen den Kampf annahm und zurück schlug, sich endlich mal nicht mehr von seiner lieben Schokoseite zeigte. In der Landesliga muss man eben anders auftreten und das haben die Preußen nun endlich im allerwichtigsten Match begriffen und es umgesetzt. Nun gilt es am kommenden Samstag Energie Cottbus zu ärgern, und zwar richtig dolle!!!

UN

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